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  • Almut Emma

Warum #buylocal so wichtig ist

Ich hab mich mal mit einem Winzer unterhalten, der mit Herzblut bei der Sache ist, und bei dem wir sehr gute Weine verkosteten. Er war schon lange im Business und erzählte uns, dass der Discounter mittlerweile qualitativ hochwertige Weine hätte (- da klingelte was bei mir, eine schärfer werdende Erinnerung an eine Weinprobe Ende der 90er, mit hochkarätigen Rotweinen, auf der uns ab und an der Tipp gegeben wurde, wann der Discounter jenen Wein auch habe – ob anders gelabelt oder als Sonderaktion, das weiß ich nicht mehr). Das Problem für ihn sei, so dieser Winzer, dass die Leute lieber die ebenfalls guten Discounter-Weine kauften, anstatt sie bei ihm zu kaufen. Falls wir einmal ein paar Flaschen seiner Weine kaufen wollten, sagte er uns, sollten wir ihn einfach anschreiben, er könne sie uns frei Haus liefern, er würde seine Liefertouren regelmäßig machen. Wein auf diese Weise zu kaufen ist eine Extra-Mühe. Eine lächerlich kleine. Aber eben nicht so bequem wie mal schnell noch was aus dem Regal schnappen, dort wo man eh einkauft. Von solcher Bequemlichkeit, die bis hinunter in die Vermeidung winzigster Zusatzanstrengungen geht, leben die Großunternehmen, und an solcher Bequemlichkeit gehen die Kleinen zugrunde.


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