ÜBER MICH

Ich bin kein Mann, habe also nicht die Möglichkeit, mir einen dieser weichen Hipster-Vollbärte zu züchten, obwohl ich eigentlich ein Bartgesicht habe.

Zum Brauen bin ich zeitgleich mit dem Craftbier-Trinken gekommen. USA-Reiseinspirationen waren das. Beides. Was Hopfen in Bieren so kann, und dass jede das selbst machen kann, die gewillt ist, sich da reinzuhängen - in diese Frickelarbeit Maischen, Hopfen, Hefeführung, Hygiene, CO2-Bubbles zählen, peinlich genaue Brau-Protokollführung und so weiter.

Das war 2012.

 

Ich kaufte mir also ein very basic Homebrew-Set und legte los. Meine ersten Geh- und Gärversuche waren eher underwhelming, aber ich fand sie super und meine Freunde tranken tapfer mit. Heute bin ich froh, dass ich damals noch nicht so viel gutes Zeug wie heute kannte, sonst hätte ich das Brauen wohl genau so schnell wieder aufgegeben wie ich es angefangen hatte.

Aber wo Liebe und Leidenschaft sind, da ist auch ein Weg. Und ich wurde schnell besser, einfach weil ich viel viel braute, viel viel dazu las, und das Glück hatte, zur richtigen Zeit die richtigen Leute kennen zu lernen, die Interessanten, die die einen weiter bringen durch ihre Haltung zum Bier und zum Brauen, und zu dem, was es sein könnte.

2015 entschied ich dann, dass ich lange genug neidisch auf diejenigen gewesen war, die den Schritt getan hatten und ihre Heimbrau-Kreationen in Groß, auf richtigen Brauanlagen brauten und verkauften. Ich meldete ein Gewerbe an und begann, nach einer geeigneten Brauerei zu suchen. Ich landete bei der Privatbrauerei Rogg in Lenzkirch, weil ich begeistert von deren kleinen, feinen Brauanlage war und von dem, wie sauber dort die Biere gepflegt werden.

Emma-Biere ohne Bart gibt es seit 2016.

Mein zweiter Name ist Emma, ich habe keinen Bart, meine Biere haben zwar Schaum, aber auch keinen Bart (so wie die guten Witze) und ich braue die Prototypen für meine verkäuflichen Sude immer noch zu Hause auf meiner kleinen Versuchsbrau-Anlage.

Die Welt der Craftbiere ist eine wunderbare, spannende Sache und ich bin glücklich, ein Teil davon zu sein.